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Nr. 3 I 2022
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Sehr geehrte(r) Frau/Herr ,
es ist Juni - der Frühling fühlte sich schon länger wie der Sommer an, der allgemeine Gemütszustand erhellt sich mit jeder zusätzlichen Sonnenstunde und eine gewisse Leichtigkeit stellt sich ein. Eine Verschnaufpause auch für die jungen Lausitzer*innen, die ab August in eine Berufsausbildung oder in ein Studium starten. Hoffentlich hat sich der Großteil von ihnen für den Verbleib in der Heimat entschieden, denn hier werden sie händeringend gebraucht, wie die Grafik aus unserem Bildungsmonitoring im Schwerpunkt „Zum Verinnerlichen“ eindrücklich zeigt.
Lesen Sie in diesem Newsletter, warum für einen erfolgreichen Strukturwandel in der Lausitz vor allem junge Menschen eine Schlüsselrolle einnehmen und wie die Veränderungen in unserer Region für sie greifbar gemacht werden können. Wie kann es gelingen, bei heranwachsenden Lausitzer*innen das Interesse für die aktive Mitgestaltung des eigenen sozialen Umfeldes zu wecken – vielleicht mit einem Rollenspiel in der digitalen Welt? Apropos digital: Die aufmerksame Teilhabe rund um die Digitalisierung ist keine Frage des Alters – das würde sicher auch der 93-jährige Martin Cooper so bestätigen. Was der US-amerikanische Elektroingenieur damit zu tun hat, lesen Sie im Abschnitt „Zum Hören und Sagen“.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und Weitererzählen!
Herzliche Grüße sendet das Team des Netzwerkbüros Bildung in der Lausitz
Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz
c/o kobra.net GmbH
Projektleiterin: Dorina Benack
Tel.: 0355 - 49 460 653 I benack@bildung-lausitz.de
www.bildung-lausitz.de
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Zum Lesen
Zum Lesen
Wer schreibt, der bleibt.
Wir haben sie aufgeschrieben und dokumentiert, damit die vielseitigen Projekte und Ideen aus unserer Veranstaltung weitergetragen werden können, nachhaltig im Gedächtnis bleiben und im besten Falle Einladungen aussprechen, damit viele Menschen an ihnen teilhaben können.
„Den Strukturwandel für junge Lausitzer*innen greifbar machen. Wie werden regionale Veränderungen in der Schule und im außerschulischen Bereich thematisiert?“ - unter dieser Überschrift fand am 11.05.2022 unsere digitale Veranstaltung statt und wir sind anhaltend von den vorgestellten Projekten und Impulsen begeistert. Viele bemerkenswerte Konzepte sind bereits an den Start gegangen, die Verbindungen zwischen jungen Menschen und den Chancen und Herausforderungen des Lausitzer Strukturwandels schaffen. Es muss gelingen, dass mehr über diese Chancen gesprochen wird, damit sie von vielen Lausitzer*innen allen Alters wahrgenommen und weitergetragen werden können, denn sie laden aktiv zum gemeinsamen Gestalten ein.
Gelingt es, besonders der jungen Generation die innovativen Entwicklungen und Perspektiven aufzuzeigen, welche der Strukturwandel in der Lausitz mit sich bringt? Entscheidet sich die Mehrheit hoffentlich für den Verbleib in der Heimat, wenn es um die Standortwahl für Ausbildung und/oder Studium geht? Und wenn auch das Umfeld, welches auf junge Menschen einwirkt, einen positiven Blick auf die Veränderungen in der Lausitz hat, kann gemeinsam eine lebens- und liebenswerte Zukunft in unserer Region gestaltet werden.
Gern möchten wir unsere Begeisterung mit Ihnen teilen und Ihnen die ausführliche Dokumentation zur Veranstaltung zur Verfügung stellen.

Zur Veranstaltungsdokumentation

Hinweis: Unsere nächste Veranstaltung findet am 14.09.2022 unter der Überschrift „Berufliche Orientierung als Stellschraube für einen erfolgreichen Strukturwandel in der Lausitz“ statt. Sie können sich bereits jetzt anmelden.

Zur Veranstaltung
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Zum Hören und Sagen
Zum Hören und Sagen
Den Umgang mit digitalen Medien aktiv mitgestalten –
das Erasmus+ Projekt „MediaParents“
Kennen Sie Martin Cooper? Und können Sie sich vorstellen, was er 1973 in der 6th Avenue von Manhattan/New York als erster Mensch getan hat? Er demonstrierte das Telefonieren von morgen – mit dem ersten Handy. Ob der Amerikaner und damalige Motorola-Ingenieur sich hätte träumen lassen, welchen Stein er damit ins Rollen bringt? Zehn Jahre später kam das erste Mobiltelefon in den Handel – mit einer Größe von 25 cm, zuzüglich Antenne (!), und einem Gewicht von 785 Gramm – was fast mit einer Packung Milch gleichzusetzen ist. Welche Wandlung das Gerät nach knapp 40 Jahren zum einen selbst durchlaufen hat, aber vor allem, wie es das Leben der Menschheit in kürzester Zeit grundlegend veränderte, ist mit kaum einer anderen Erfindung zu vergleichen.
Die Anzahl der Smartphone-Nutzer*innen in Deutschland beläuft sich 2022 auf 62,6 Millionen.¹ Kinder und Jugendliche steigen dabei immer früher in die regelmäßige Nutzung von Smartphones ein, denn das häufig von Bezugspersonen allgegenwärtige und permanent genutzte Gerät weckt das Interesse der jungen Pioniere. Bereits im Alter von 6 bis 7 Jahren besitzen sieben Prozent der Kinder ein eigenes Smartphone.² Bei den 12- bis 13-Jährigen liegt der Anteil bereits bei 73 Prozent.³
Dieses Tor zur digitalen Welt mit seinem Meer an Möglichkeiten stellt den überwiegenden Teil der Nutzer*innen vor viele Herausforderungen – bewusst oder unbewusst. Und gerade Kinder und Jugendliche benötigen im Internet-Fahrwasser Begleitung, Anker, Rettungswesten und Bojen, um auf Kurs zu kommen und zu bleiben.
Eine Möglichkeit der Befähigung und Beteiligung durch Erwachsene bietet das Erasmus+ Projekt unter dem Namen „MediaParents – Kompetenzförderung der Medienerziehung von Eltern in ländlichen Regionen“. Seit September 2020 bietet der Regionalpartner „Generationen gehen gemeinsam (G3) e.V.“ in Finsterwalde Kurse an, die helfen sollen, Eltern in ihrer Kompetenz zur Medienbegleitung Zuhause zu stärken. Dort können sich Interessierte zu sogenannten MediaParent-Beratern schulen lassen, die dann selbstständig in Kita- und/oder Schul-Elternabenden andere Eltern zum Thema digitale Medien informieren bzw. beraten. Das kostenfreie E-Learning-Angebot umfasst relevante Themen der Medienerziehung für Kinder und Jugendliche unterschiedlicher Altersstufen. Das Projekt läuft noch bis zum August 2023 und ist ein wunderbares Bildungsangebot zu einem Thema, welches elementar für den zukünftigen Umgang mit digitalen Technologien ist.
Informationen und Kontakt "MediaParents"

¹ Statista GmbH, Statistiken zur Smartphone-Nutzung in Deutschland, veröffentlicht von F. Tenzer, 03.03.2022, https://de.statista.com/themen/6137/smartphone-nutzung-in-deutschland/
², ³ Statista GmbH, Smartphone-Besitz von Kindern in Deutschland nach Altersgruppen 2020, veröffentlicht von F. Tenzer, 24.01.2022, https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104/umfrage/smartphone-besitz-von-kindern-nach-altersgruppen/
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Zum Verinnerlichen
Interessantes zur Lausitz aus unserem regionalen Bildungsmonitoring
Ersatz. Bedarf. Relation. Drei Worte, die, wenn sie zu einem zusammengeführt und auf den Arbeitsmarkt angewendet werden, eine bemerkenswerte Dynamik deutlich machen. Eine Entwicklung, die dem allgegenwärtigen demografischen Wandel zugeordnet wird. „Ersatzbedarfsrelation“ und „demografischer Wandel“ sind nun in ihrer Begrifflichkeit von Haus aus eher sperrig und unnahbar, selten zugänglich, wenn sie einem nicht gerade aus beruflichen Gründen täglich begegnen – und selbst wenn doch, dann gehören sie nicht gerade zu den Begrifflichkeiten, die euphorisch aufhorchen lassen. Warum es sich dennoch lohnt aktuell einmal genauer hinzuschauen und was dies speziell für die Lausitz bedeutet, soll die folgende Grafik zeigen.
Die Ersatzbedarfsrelation zeigt das (un)ausgeglichene Verhältnis am Arbeitsmarkt zwischen Menschen, die aktuell bzw. in den nächsten Jahren in Rente gehen, und den jungen Menschen, die diese frei gewordenen Stellen durch ihren Eintritt in den Arbeitsmarkt nachbesetzen sollen. Je höher der Wert an die 100 Prozent heranreicht, desto besser werden altersbedingt freiwerdende Stellen durch junge Arbeitskräfte besetzt.
Alarmierend ist, dass die Ersatzbedarfsrelation in der Lausitz mit 41,0 Prozent noch deutlich niedriger ist als die der gesamten Bundesrepublik (66,7 Prozent). Da der Bedarf an neuen Fachkräften in Zukunft nicht durch junge Menschen aus der Region gedeckt werden kann, müssen die Ausbildungs- und Jobangebote in der Lausitz modernisiert, die beruflichen Möglichkeiten zukünftig nach besser kommuniziert und eine offene Willkommenskultur durch Arbeitgeber*innen und die einheimische Bevölkerung gelebt werden. Nur so kann die Region für Zuwandernde aus anderen Regionen Deutschlands, aber vor allem auch aus dem Ausland ein attraktiver Ort zum Leben und Arbeiten werden und langfristig zukunftsfähig bleiben.
Zum Verinnerlichen
Mehr zu unserem regionalen Bildungsmonitoring
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Zum Anschauen und Teilen
Zum Anschauen und Teilen
Stimmungen aus der Region – der Lausitz-Monitor für 2022
Vor wenigen Wochen wurde der aktuelle Lausitz-Monitor veröffentlicht. Seit 2020 erscheint der Bericht über die repräsentative Bevölkerungsbefragung aus und für die Lausitz. Die daraus resultierenden Ergebnisse sollen ein Stimmungsbild zum Strukturwandel in der Region malen. Befragt werden jährlich insgesamt 1.000 Menschen aus dem sächsischen bzw. brandenburgischen Teil der Lausitz. Als die Teilnehmer*innen im Februar 2022 befragt wurden, waren auch erstmals Fragen zum Image ihrer Heimat, zur sorbischen Kultur sowie zu Ursachen für Wegzug aus der Lausitz gestellt. Alle Ergebnisse finden Sie auf der dazugehörigen Website.
Zum Lausitz-Monitor
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Hätten Sie es gewusst?
Hätten Sie es gewusst?
Die Lausitz aus einem anderen Blickwinkel gesehen …
Sich in Menschen und deren Lage hineinzuversetzen gehört wohl zu den größten Herausforderungen im alltäglichen sozialen Miteinander. Kann ein Rollentausch dabei helfen, die Motive, Herausforderungen, Entscheidungen und Aufgaben von Mitmenschen zu verstehen und dabei bestimmte soziale, ökonomische und ökologische Zusammenhänge einmal neu und aus einem anderen Blickwinkel heraus zu betrachten? Das entwickelte Planspiel „Torfitz“ des IASS (Institut für transformative Nachhaltigkeitsforschung) soll dabei helfen, sich diesem komplexen Geflecht auf eine unbeschwerte Weise zu nähern und nimmt dabei ganz gezielt die Herausforderungen rund um den Lausitzer Strukturwandel in den Fokus.
Dabei sollen besonders junge Menschen einen Einblick in verschiede gesellschaftliche Rollen bekommen und sich spielerisch mit Veränderungen auseinandersetzen. Es soll vermittelt werden, dass jede*r einen Einfluss auf die Gestaltung des eigenen Lebensumfeldes hat. Im besten Falle regt dieses Planspiel dazu an, dass sich mehr junge Menschen auch im realen Leben aktiv an gesellschaftlichen Gestaltungsprozessen beteiligen, gemeinsam demokratisch an Veränderungen wachsen und diese als Chance empfinden.
Details zum Spiel: „Torfitz“ – Das Planspiel zum Strukturwandel kann in der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit eingesetzt werden. Es richtet sich an Schüler*innen ab Klasse 9, Auszubildende und Studierende. Torfitz spielt in einer fiktiven Region mit fiktiven Kommunen. Es orientiert sich an der Lausitz, wobei viele Regionen und Kommunen an anderen Orten vor ähnlichen Herausforderungen stehen. Die Arbeitsplatzsituation verändert sich und Menschen sehen sich existenziellen Fragen gegenüber. Das Spiel ist für 6-30 Spieler*innen konzipiert und kann in drei Varianten gespielt werden. Diese sind unterschiedlich komplex und benötigen 45, 60 oder 90 Minuten. Torfitz wurde bereits erfolgreich an Schulen und Hochschulen getestet. Ab Juli 2022 kann Torfitz kostenlos von Lehrkräften und anderen Bildungsanbietenden bei der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung bestellt werden. ¹

Weitere Informationen zum Planspiel
¹ Beschreibung zum Planspiel formuliert von Dr. David Löw Beer, Mitarbeiter IASS Potsdam, für die Veranstaltungsdokumentation „Strukturwandel für junge Lausitzer*innen greifbar machen“, veröffentlicht am 31. Mai 2022 unter: www.bildung-lausitz.de/downloads

Kurz notiert: 

„Bau dir deinen Sommer“ –
Das Sommercamp der Handwerkskammer Cottbus
Im Juli und August startet bereits zum vierten Mal das Sommercamp der Handwerkskammer Cottbus in Großräschen. Junge Lausitzer*innen ab 14 Jahren haben an fünf Tagen die Möglichkeit, in handwerkliche Berufe reinzuschnuppern und selbst aktiv zu werden. Dabei sollen spielerisch berufliche Interessen und handwerkliche Talente ausgelotet werden. Freizeitaktivitäten, gemeinsame Unternehmungen und eine herrliche Umgebung am Großräschener See runden dieses abwechslungsreiche Angebot ab. Eine schöne Möglichkeit um zu entdecken, was die Lausitz für junge Berufseinsteiger zu bieten hat.

Details und Kontakt
5 Tage, 5 Berufe, 5 Unternehmen –
Die „Praktikumswoche“ jetzt auch in Cottbus und SPN
Das Angebot richtet sich an Schüler*innen ab 15 Jahren, die in den Sommerferien im Raum Cottbus und dem Spree-Neiße-Kreis in die Berufswelt schnuppern möchten. Das Programm ist kostenfrei und sehr individuell für junge Lausitzer*innen planbar. Durch die abwechslungsreiche Gestaltung, kann dieses Programm bei der beruflichen Orientierung sicher hilfreich sein.

Details und Kontakt
Interessante Studien und Materialien finden Sie im Bereich „Downloads“ auf unserer Website: www.bildung-lausitz.de
Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz
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Projektleiterin Dorina Benack
Tel.: 0355 - 49 460 653
benack@bildung-lausitz.de
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