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Nr. 3 I 2025
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Umbau bei laufendem Betrieb – Bildung im Wandel der Generationen

Liebe Leserin, lieber Leser ,
manche Veränderungen gleichen einem Umbau bei laufendem Betrieb. Wände werden versetzt, neue Räume entstehen, alte Strukturen werden überprüft – und doch muss alles weiter funktionieren. So fühlt sich der demografische Wandel in vielen Teilen der Lausitz gerade an.

Die Generation der Babyboomer verlässt in den kommenden Jahren zunehmend den Arbeitsmarkt – doch dabei hinterlässt sie nicht nur Lücken, sondern auch neue Spielräume für Bildung, Ausbildung und gesellschaftliche Mitgestaltung. Einige Potenziale, die sich hier andeuten, thematisieren wir in dieser Ausgabe:

Wir blicken zurück auf den länderübergreifenden Austausch mit unseren Geschwisterbüros aus dem Mitteldeutschen und Rheinischen Revier (gemeinsam bilden wir zu dritt das Kompetenzzentrum Bildung im Strukturwandel, kurz: KoBiS). Wir blicken nach vorn und laden Sie zu einer digitalen Podiumsdiskussion am 17. September ein, die den Generationswechsel auf dem Lausitzer Arbeitsmarkt in den Mittelpunkt stellt. Wir blicken genau hin und zeigen am Beispiel von Cottbus-Schmellwitz, wie Bildungsdaten auf Ortsteilebene wirksam werden, und berichten von der neu aufgestellten AG Weiterbildung der Kompetenzregion Lausitz. Abschließend werfen wir mit einer aktuellen Grafik aus unserem Bildungsmonitoring einen datengestützten Blick hinter die Kulissen des Lausitzer Strukturwandels, und zwar auf jene Berufe, in denen das Nachwuchsproblem bereits spürbar ist und sich demnächst dringender Handlungsbedarf ankündigt.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen und Weitererzählen!
Herzliche Grüße sendet das Team des Netzwerkbüros Bildung in der Lausitz
Drei Reviere, viele Erfahrungen – Rückblick auf eine gemeinsame Veranstaltung

Drei Reviere, viele Erfahrungen – Rückblick auf eine gemeinsame Veranstaltung
Drei Braunkohlereviere im Wandel, drei Netzwerkbüros mit ähnlichem Auftrag – und doch ganz unterschiedlichen Ausgangslagen. Am 18. Juni 2025 kamen wir gemeinsam mit den Kolleg*innen aus dem Rheinischen und dem Mitteldeutschen Revier in einer Online-Veranstaltung zusammen, um unsere Perspektiven auf Bildung im Strukturwandel zu teilen. Unter dem Titel »Bildung als Motor – Erfahrungen und Erkenntnisse aus drei Revieren im Wandel« wurde spürbar, wie sehr Bildungsprozesse regional geprägt sind – aber auch, wie vergleichbar viele Herausforderungen sind.
 
In den Beiträgen wurde unter anderem deutlich: Während das Rheinische Revier stärker auf strukturierte Weiterbildungsverbünde setzt, nutzt das Mitteldeutsche Revier mit dem etablierten Kennzahlenvergleich ein strukturiertes, datenbasiertes Austauschformat über neun Kommunen – als solide Basis für weitere Netzwerkbildung. Die Lausitz wiederum punktet mit langjähriger Netzwerkarbeit und datenbasierten Analysen – sucht aber vielerorts noch nach der optimalen Verzahnung zwischen Fachkräftebedarfen und passgenauen Qualifizierungsangeboten.
Die Veranstaltung knüpfte an fünf Jahre gemeinsamen Lernens und Arbeitens im KoBiS-Netzwerk an – und zeigte einmal mehr, wie wertvoll dieser länderübergreifende Erfahrungsaustausch für die Bildungsarbeit in allen drei Revieren ist.
Zur Rückschau: Bildung als Motor – Erfahrungen und Erkenntnisse aus drei Revieren im Wandel
Jetzt anmelden: 17. September 2025 – digitale Podiumsdiskussion zum Generationswechsel

Jetzt anmelden: 17. September 2025 – digitale Podiumsdiskussion zum Generationswechsel
Der Lausitzer Arbeitsmarkt steht vor einer Zeitenwende: Immer mehr erfahrene Fachkräfte gehen in den Ruhestand – und vielerorts fehlt der Nachwuchs, der in ihre Fußstapfen treten könnte. Besonders betroffen sind systemrelevante Berufe, etwa in der Gebäudetechnik, im Handwerk oder in der Pflege. Wie kann Berufsausbildung hier gezielt gegensteuern? Und welche weiteren Stellschrauben stehen Regionen wie der Lausitz zur Verfügung? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt unserer Onlineveranstaltung am 17.09.2025.

Mit Gästen aus Bildungspraxis, Fachverwaltung und regionaler Wirtschaft diskutieren wir, wie Ausbildungszahlen besser an künftige Bedarfe angepasst werden können – und welche Rolle Daten, Kommunikation und Kooperation dabei spielen. Die Veranstaltung bietet konkrete Einblicke, inspirierende Impulse und Raum für Austausch.
Programm im Überblick:
10:00 Uhr – Begrüßung und Einführung durch Dr. Thomas Prennig
10:05 Uhr – Fachimpuls: Vorstellung der Kurzstudie durch Julia Bischoff
10:20 Uhr – Podiumsdiskussion: Gestaltungsansätze zur Fachkräftesicherung
11:25 Uhr – Fragerunde & Austausch mit allen Gästen
11:55 Uhr – Abschluss und Ausblick
Unsere Gäste auf dem Podium:
Manuela Glühmann, stellv. Hauptgeschäftsführerin und Leiterin Geschäftsbereich Aus-/Weiterbildung & Fachkräftesicherung, IHK Cottbus
Dr. Michaela Fuchs, Mitarbeiterin im Projekt »Regionale Muster von Fachkräfteengpässen und deren Ursachen« am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
Dr. Anja Günther, Leiterin Berufliche Aus- und Weiterbildung am Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit Sachsen (ZEFAS)
Dr. Stefanie Kaygusuz-Schurmann, Leiterin Fachbereich Bildung und Integration der Stadt Cottbus
Externer Input durch Axel Ziller (Ausbildungsleiter LEAG) zum Thema Verbundausbildung

Franziska Stölzel moderiert die Runde. Freiberuflich begleitet sie Kommunikations- und Beteiligungsprozesse; am RIFS Potsdam arbeitet sie zu Fragen der Bürger*innenbeteiligung im Strukturwandel – mit Fokus auf Kinder und Jugendliche.
Jetzt anmelden und mitdiskutieren! Nutzen Sie die Gelegenheit, Impulse aus erster Hand zu erhalten und Ihre Perspektive einzubringen. Die Teilnahme ist kostenfrei.
 
Zur Anmeldung: Generationswechsel in der Lausitz – Wie dem altersbedingten Fachkräftemangel begegnet werden kann
 
Faktencheck Bildung – am Beispiel Cottbus-Schmellwitz

Faktencheck Bildung – am Beispiel Cottbus-Schmellwitz
Wie können Kommunen Bildungsentwicklung gezielt steuern, wenn sich Herausforderungen von Ortsteil zu Ortsteil unterscheiden? Die Stadt Cottbus geht hier mit gutem Beispiel voran: Im Rahmen ihres datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements veröffentlichte sie kürzlich einen Faktencheck für den Ortsteil Schmellwitz – ein handliches Analyseinstrument, das Bildungstrends sichtbar macht.
Der Faktencheck gibt Auskunft über Schul- und Kitalandschaft, Bildungsbeteiligung, soziodemografische Besonderheiten und bestehende Unterstützungsangebote. Dabei wird schnell klar: Schmellwitz hat Potenzial – aber auch Diskussionsbedarfe. Das Datenblatt bietet Verwaltung, Bildungsakteur*innen und Stadtteilgremien eine gemeinsame Gesprächsgrundlage und zeigt, wie Bildungsmonitoring ganz konkret vor Ort wirken kann.
Zur Übersicht: Faktencheck Bildung Cottbus Schmellwitz/Chmjelow
Frischer Wind in der AG Weiterbildung – neue Leitung, erweiterter Webauftritt, klare Schwerpunkte
Frischer Wind in der AG Weiterbildung – neue Leitung, erweiterter Webauftritt, klare Schwerpunkte
 
Die Arbeitsgruppe Weiterbildung ist einer von vier zentralen Bausteinen der Kompetenzregion Lausitz – und seit Ende 2024 liegt ihre Leitung offiziell in unserem Aufgabenbereich. Damit verbunden ist nicht nur die fachliche Koordination, sondern auch die Weiterentwicklung inhaltlicher Schwerpunkte sowie eine sichtbarere Öffentlichkeitsarbeit.
Seit Kurzem präsentiert sich die AG in einem erweiterten Webauftritt, eingebunden in die Website der Wirtschaftsregion Lausitz: Im Fokus stehen Themen wie Fachkräftesicherung, Digitalisierung, Weiterbildungsverbünde und innovative Bildungsformate. Die Plattform informiert über Ziele, Partner und laufende Aktivitäten – und zeigt, wie breit das Netzwerk aufgestellt ist. Wer sich für berufliche Weiterbildung in der Region interessiert oder selbst aktiv werden möchte, findet hier einen guten Einstieg.
Schauen Sie gern mal rein: Zum Webauftritt der AG Weiterbildung
Generationswechsel sichtbar machen – eine Analyse aus unserem Bildungsmonitoring
Generationswechsel sichtbar machen – eine Analyse aus unserem Bildungsmonitoring
  
Was bedeutet es eigentlich, wenn wir vom „Generationswechsel“ sprechen? Ganz konkret: In vielen Berufen der Lausitz ist heute schon jede*r Dritte über 55 Jahre alt. Diese erfahrenen Fachkräfte werden in den kommenden zehn Jahren sukzessive aus dem Erwerbsleben ausscheiden – mit teils gravierenden Folgen für den Arbeitsmarkt. Doch wie gut ist die Region auf diesen Wechsel vorbereitet?
In unserem aktuellen Mikroartikel »Generationswechsel in der Lausitz – Zur Passung von beruflicher Ausbildung und Fachkräfteentwicklung« untersuchten wir jene Berufsgruppen in der Lausitz, die in den kommenden zehn Jahren besonders viele Beschäftigte in die Rente verabschieden müssen. Um einzuschätzen, wie es insbesondere in diesen Berufsgruppen um den Fachkräftenachwuchs und den Fachkräftebedarf steht, bezogen wir die diesbezüglichen Auszubildendenzahlen und die aktuell gemeldeten Arbeitsstellen in die Analyse mit ein, um Rückschlüsse auf potenzielle Engpässe und Steuerungsbedarfe ziehen zu können.
Am Beispiel der brandenburgischen Lausitz wird mit der grafischen Gegenüberstellung deutlich: In den Berufsgruppen „Gebäudetechnik“ sowie „Bau- und Transportgeräteführung“ liegen viele freie Stellen bei gleichzeitig keinen oder relativ wenigen Auszubildenden vor. Auch die Berufsgruppe „Technische Produktionsplanung und -steuerung“ weist eine problematische Fachkräftesituation auf, da hier derzeit keine Auszubildenden im brandenburgischen Teil der Lausitz vorhanden sind, um die – wenn auch gegenwärtig geringen – Fachkräftebedarfe zu decken. Gepaart mit dem berechenbaren Ausscheiden großer Teile der jetzigen Belegschaft in diesen Berufsgruppen ergeben sich hier zukünftig konkrete Handlungsbedarfe.
Die Darstellung für den sächsischen Teil der Lausitz findet sich im Artikel auf Seite 21, der dazugehörige Text auf Seite 20. Zum Mikroartikel: Generationswechsel in der Lausitz - Zur Passung von beruflicher Ausbildung und Fachkräfteentwicklung
Mehr Grafiken, Zahlen, Daten und Fakten aus unserem regionalen Bildungsmonitoring finden Sie hier mit einem Klick ...
Interessante Studien und Materialien finden Sie im Bereich Downloads auf unserer Website.
Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz
c/o kobra.net, Kooperation in Brandenburg, gemeinnützige GmbH
Projektleiter Dr. Thomas Prennig Redaktion: Nancy Mudrick
Tel.: 0355 - 4946 0653 Tel.: 0355 - 4945 6888
prennig@bildung-lausitz.de mudrick@bildung-lausitz.de
Zur Website Unter Mitwirkung von:
Julia Bischoff und Dr. Thomas Prennig
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