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| Die vielen Gesichter des Wandels |
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| Liebe Leserin, lieber Leser , |
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| woran erkennt man eigentlich, dass sich eine Region verändert? An neuen Unternehmen und Arbeitsplätzen – sicherlich. An Investitionen, Infrastruktur und Forschungseinrichtungen, die entstehen – bestimmt. Aber Veränderungen hinterlassen noch an ganz anderen Stellen Spuren: in Beziehungen der Menschen zueinander. In Netzwerken, die Wissen und Verantwortung über institutionelle Grenzen hinweg verbinden. In kulturellen Räumen, in denen Menschen darüber verhandeln, wie sie in dieser Region leben wollen. Und nicht zuletzt in der Frage, ob Menschen Veränderung als etwas erleben, das ihnen widerfährt – oder als etwas, an dem sie selbst mitwirken können. |
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| Viele dieser Fragen haben uns bei unserer Bildungskonferenz Lausitz 2026 am 22. September in Cottbus beschäftigt. Rund 100 Menschen aus unterschiedlichen Bildungsbereichen sind unserer Einladung gefolgt, um einen Tag lang gemeinsam darüber zu diskutieren, was Bildungsnetzwerke im Lausitzer Strukturwandel leisten können, was sie dafür brauchen und wo ihre Grenzen liegen. Mit fünf Workshops, einem ausgewählten Podium und einem interaktiven Vernetzungsformat, der Kooperationsbörse, war die Konferenz dabei weniger Endpunkt einer Diskussion als Ausgangspunkt vieler weiterer. Einige davon greifen wir in dieser Newsletterausgabe wieder auf: Wir schauen im Rahmen unserer aktuellen Fokuspapiere zum einen genauer auf die Strukturen der Kompetenzregion Lausitz, zum anderen auf die wachsende Bedeutung internationaler Beschäftigter sowie darauf, warum auch Kunst und Kultur ihren Platz in der Gestaltung einer Region haben. |
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| Dabei entsteht kein eindeutiges Bild. Zum Glück. Denn da wo etwas Neues wächst, scheitern andernorts Pläne. Während Daten für die einen Aufbruch andeuten, bleibt Veränderung für die anderen vor allem mit Unsicherheit verbunden. Vielleicht lässt sich eine Region im Wandel deshalb am besten verstehen, wenn man nicht nach der einen großen Geschichte sucht – sondern die vielen kleinen ernst nimmt und Uneindeutigkeit zulässt. Mehr dazu in der neuesten Ausgabe unserer Kolumne »Die Lausitz zwischen den Zeilen« am Ende dieses Newsletters. |
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| In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viele Aha-Momente beim Lesen und Weitererzählen. |
Herzliche Grüße sendet das Team des Netzwerkbüros Bildung in der Lausitz
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| Veranstaltungsdokumentation: Bildungskonferenz Lausitz 2026 |
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| Was von einem Konferenztag bleibt. Viermal 15 Minuten. So viel Zeit hatten die Teilnehmenden bei unserem interaktiven Austauschformat, der Kooperationsbörse, jeweils miteinander, bevor der nächste Gesprächspartner gegenüber Platz nahm. Nicht viel Zeit für eine Kooperation im klassischen Sinne. Aber genug für eine erste Frage, eine überraschende Gemeinsamkeit oder die Verabredung, nach diesem Tag weiterzureden. |
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Vielleicht war das die kleinste Versuchsanordnung für die große Frage unserer Bildungskonferenz am 22. September: Wie wird aus Vernetzung Wirkung? Eine einfache Antwort darauf gab es im STARTBLOCK B2 nicht – dafür fünf Workshops, ein Podium und äußerst vielfältige Perspektiven. Es ging um Vertrauen und Verbindlichkeit, um Menschen, die Netzwerke tragen, um Ressourcen, die irgendwann knapp werden, und um die Frage, wann aus gutem Austausch tatsächlich gemeinsames Handeln entsteht. Gerade dort, wo die Antworten nicht glatt waren, wurde es interessant.
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| Unsere Dokumentation folgt diesen verzweigten Spuren durch den Konferenztag. Sie hält fest, was in den Workshops diskutiert wurde, wo sich Positionen trafen oder unterschieden und welche Gedanken aus Keynote, Kooperationsbörse und Podium weiterführen. |
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| Und weil ein Konferenztag nicht nur aus dem besteht, was sich hinterher aufschreiben lässt, gibt es ihn auch in bewegten Bildern: Unser Eventfilm fängt die Dynamik und die Atmosphäre ein, für die in keinem Protokoll eine Spalte vorgesehen ist. |
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| Zur Dokumentation und zum Eventfilm der Bildungskonferenz Lausitz 2026… |
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| Fokuspapier: Netzwerke des Strukturwandels – Analyse der Kompetenzregion Lausitz als Modell für gelingende Verbundnetzwerke im Strukturwandelaten |
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| Wenn sieben Institutionen den Unterschied machen. Ein großes Netzwerk lebt von seiner Vielfalt. Aber wer hält eigentlich die Verbindung, wenn sich diese Vielfalt auf vier Arbeitsgruppen, zahlreiche Institutionen und unterschiedliche Themen verteilt? |
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| Für die Kompetenzregion Lausitz lässt sich darauf eine erstaunlich konkrete Antwort geben: Sieben Institutionen sind regelmäßig in allen vier Arbeitsgruppen vertreten. Sie bilden einen stabilen Kern zwischen Beruflicher Orientierung, Weiterbildung, Ausbildung und Fachkräftegewinnung – und sorgen dafür, dass Wissen nicht an den Grenzen der einzelnen Arbeitsgruppen haltmacht. |
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| Genau diese Strukturen nimmt unser neues Fokuspapier »Netzwerke des Strukturwandels – Analyse der Kompetenzregion Lausitz als Modell für gelingende Verbundnetzwerke im Strukturwandel“ unter die Lupe. Grundlage sind Teilnahmedaten aus den Jahren 2024 und 2025. Sie zeigen, wer kontinuierlich beteiligt ist, wo verlässliche Verbindungen bestehen – und auch, wo ein Netzwerk verletzlich werden kann. Denn was Stabilität schafft, kann zugleich zum Risiko werden: Konzentrieren sich zentrale Funktionen dauerhaft auf wenige Institutionen und Personen, hängt auch viel von ihnen ab und beim Verlassen des Netzwerks bleiben dann meist viele ungeklärte Fragen offen. |
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| Auch wenn die Auswertung der quantitativen Daten niemals ein vollständiges Abbild der gelebten Netzwerkpraxis bietet, so hilft diese doch, bestehende Strukturen sicht- und damit auch vergleichbar zu machen. Sie fördert die objektiven Rahmenbedingungen der geleisteten Netzwerkarbeit zutage und kann dabei helfen, Risiken zu identifizieren und innovative Impulse zu setzen, denn manchmal wird aus suchender Neugier gewohnter Alltag und die Kunst besteht gewissermaßen darin, verlässliche Routinen einerseits und durchlässige Netzwerkgrenzen andererseits zuzulassen. |
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Fokuspapier: Internationale Arbeitskräfte in der Lausitz – Potenzial zur Fachkräftesicherung im Strukturwandel
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| Jede zehnte Arbeitskraft – was hinter dieser Zahl steckt. Vor zehn Jahren waren ausländische Beschäftigte auf dem Lausitzer Arbeitsmarkt noch eine verschwindend kleine Gruppe. Im Juni 2015 waren gerade einmal 11.707 ausländische sozialversicherungspflichtig Beschäftigte registriert. Zehn Jahre später sind es 44.509 – also fast viermal so viele. Ihr Anteil an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist damit von 2,9 auf 10,7 Prozent gestiegen. Oder anders ausgedrückt: Mittlerweile besitzt mindestens jede zehnte sozialversicherungspflichtig beschäftigte Person in der Lausitz eine ausländische Staatsangehörigkeit. |
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| Die Zahl erzählt allerdings nur die halbe Geschichte. Denn interessant wird es dort, wo man fragt, in welchen Berufen diese Menschen inzwischen arbeiten – und was ohne ihren Zuzug passiert wäre. |
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| Genau das untersucht unser neues Fokuspapier „Internationale Arbeitskräfte in der Lausitz – Potenzial zur Fachkräftesicherung im Strukturwandel“. Es nimmt die Entwicklung der vergangenen zehn Jahre in den Blick und zeigt, welche Bedeutung internationale Arbeits- und Nachwuchskräfte inzwischen für den regionalen Arbeitsmarkt haben. Ein zentraler Befund: Das Beschäftigungswachstum der Lausitz wird mittlerweile zu einem erheblichen Teil von ausländischen Beschäftigten getragen; ihr Zuwachs wirkt demografisch bedingten Verlusten entgegen und stabilisiert das Beschäftigungsniveau nachhaltig. |
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| Zum Fokuspapier »Internationale Arbeitskräfte in der Lausitz« (PDF)… |
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| In welchen Berufen gab es in der Lausitz den größten Zuwachs an ausländischen Beschäftigten – und wo ersetzen oder ergänzen sie (nicht mehr) vorhandene deutsche Arbeitskräfte? |
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| Jede zehnte Arbeitskraft – aber längst nicht in jedem Beruf dieselbe Geschichte. Mehr internationale Beschäftigte – aber mit sehr unterschiedlicher Bedeutung für einzelne Berufe. Ein Blick hinter die Gesamtentwicklung zeigt, wie verschieden sich der Lausitzer Arbeitsmarkt innerhalb von zehn Jahren verändert hat. Besonders interessant wird es dort, wo die Entwicklung ausländischer und deutscher Beschäftigung gemeinsam betrachtet wird. |
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| Die ausländische Beschäftigung in der Lausitz hat in den vergangenen zehn Jahren deutlich zugenommen: Im Zeitraum von Juni 2015 bis Juni 2025 stieg ihr Anteil von 2,9 Prozent auf 10,7 Prozent. In vielen Berufsgruppen füllen internationale Beschäftigte schon jetzt bestehende Lücken, indem sie Arbeitskräfteengpässe ausgleichen und deutsche Beschäftigte ergänzen oder ausgeschiedene Arbeitskräfte ersetzen. Unser neues Fokuspapier »Internationale Arbeitskräfte in der Lausitz – Potenzial zur Fachkräftesicherung im Strukturwandel« stellt daher unter anderem die zehn Berufsgruppen mit dem größten Zuwachs an ausländischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (SvB) zwischen Juni 2015 und Juni 2025 vor (siehe Tab. 1 im Fokuspapier). Dieser Befund wird im Zuge dieses Newsletters mit Blick auf die markantesten Veränderungen erweitert. Die fünf bedeutendsten Berufsgruppen werden in der folgenden Grafik hervorgehoben und genauer untersucht. |
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| Der Blick auf die Entwicklung der Anteile ausländischer Arbeitskräfte an allen SvB der verschiedenen Berufsgruppen zeigt, dass ausländische Beschäftigte besonders in gastronomischen Berufen (+ 21,6 Prozentpunkte), in Berufen der Lagerwirtschaft, Post und Zustellung sowie des Güterumschlags (+ 18,5 Prozentpunkte) und in der Fahrzeugführung im Straßenverkehr (+ 16,9 Prozentpunkte) ihre Anteile deutlich vergrößern konnten. Dies liegt neben der absoluten Zunahme an internationalen SvB auch daran, dass die Anzahl der deutschen Beschäftigten zwischen Juni 2015 und Juni 2025 deutlich gesunken ist (siehe Diagramm im unteren Teil der Grafik). Für Berufe in der Altenpflege sowie in der Gesundheits- und Krankenpflege, im Rettungsdienst und in der Geburtshilfe sind die Anteile der ausländischen SvB zwar ebenfalls angestiegen jedoch nicht so deutlich wie in den anderen Berufsgruppen – was daran liegt, dass sich im gleichen Zeitraum auch die Zahl der deutschen SvB erhöht hat. |
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| Es wird insgesamt deutlich, dass ausländische Beschäftigte entstehende Lücken ausgleichen bzw. die gestiegene Beschäftigung deutscher Staatsangehöriger zusätzlich ausbauen und so das Beschäftigungsniveau in der Lausitz stabilisieren können. Internationale Arbeitskräfte bleiben somit einer der größten Hebel für die Fachkräftesicherung in der Lausitz. Ihrer Anwerbung und ihrer Integration in den regionalen Arbeitsmarkt sowie die Gesellschaft sollte weiterhin von allen Akteuren höchste Priorität eingeräumt werden. |
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| Mehr Grafiken, Zahlen, Daten und Fakten aus unseren thematischen Arbeitsbereichen finden Sie hier mit einem Klick... |
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Lausitz im Dialog: Kultur im Strukturwandel – Impulse für Demokratie, Dialog und Zukunftsgestaltung
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| Vielleicht müssen wir über Strukturwandel reden, ohne über Strukturwandel zu reden. Investitionen, neue Arbeitsplätze, Infrastruktur: Vieles von dem, woran sich der Wandel einer Region festmachen lässt, kann man zählen, planen oder auf einer Karte verorten. Schwieriger wird es bei der Frage, wie sich Veränderung eigentlich anfühlt – und wo Menschen ihren Platz darin finden. |
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| Cornelia Huth und das Netzwerk »Menschen machen Kultur« wählen dafür einen bemerkenswert pragmatischen Weg: Sie möchten mit Menschen über Veränderungen in der Lausitz ins Gespräch kommen, ohne ständig das Wort „Strukturwandel“ zu benutzen. Selbst Begriffe wie „Partizipation“ stehen auf einer internen Liste jener Wörter, die eher erklärt als vorausgesetzt werden sollten. Stattdessen geht es um etwas sehr Konkretes: Wie sieht ein gutes Leben in der Lausitz aus? |
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| In unserer vierten Ausgabe von »Lausitz im Dialog« haben wir mit Cornelia Huth darüber gesprochen, warum Kunst und Kultur mehr sein sollten als schieres Begleitprogramm eines wirtschaftlichen Umbruchs. Über Orte, an denen auch schwierige Themen und unterschiedliche Meinungen nebeneinander Platz haben. Über Netzwerkarbeit, deren Wirkung oft gerade dort entsteht, wo sie kaum sichtbar ist. Und über die Frage, was von all den Projekten bleibt, wenn ihre Förderung irgendwann endet. Denn vielleicht gehört zur Infrastruktur einer Region eben nicht nur das, was gebaut wird – sondern auch das, was Menschen miteinander aufbauen. |
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| Lesen Sie hier das vollständige Interview mit Cornelia Huth »Lausitz im Dialog«… |
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| Kolumne: Die Lausitz zwischen den Zeilen |
| von Daniel Werchosch – stellvertretender Projektleiter des Netzwerkbüros |
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| Aufbruch mit Rückschlägen │ Es ist schwierig, in einer Region für Begeisterung zu sorgen, deren Menschen sich meist „nach innen freuen“. Und auch die allgemeine Lage macht es derzeit nicht leichter: Wirtschaft in der Krise, Demokratie unter Druck, einfache Lösungen in weiter Ferne. Die Stimmung ist angespannt, auch dort, wo eigentlich Aufbruch gefragt wäre. In der Lausitz ist das nicht anders. Wer in der vergangenen Zeit auf Konferenzen zum Strukturwandel unterwegs war, konnte den Eindruck gewinnen, dass die anfängliche Euphorie zunehmend einer gewissen Ernüchterung weicht. |
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| Auch im Lausitzer Strukturwandel bleiben schlechte Nachrichten nicht aus. Zuletzt zerschlugen sich die Batteriepläne von Altech im Industriepark Schwarze Pumpe. Aus der geplanten Milliarden-Investition mit 1.000 Arbeitsplätzen wird nichts. Die Batterieindustrie hatte der Lausitz große Hoffnungen gemacht – und mehrfach enttäuscht. Nach Svolt in Lauchhammer und Porsche in Schipkau-Schwarzheide reiht sich nun auch Altech in die Liste geplatzter Vorhaben ein. Zudem lassen ebenso die Projekte von Rock Tech und Botree Cycling in Guben weiter auf sich warten. |
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| Das trifft einen Nerv. Denn wenn über die Zukunft der Lausitz gesprochen wird, geht es immer wieder um gut bezahlte Industrie-Arbeitsplätze und neue Wertschöpfungsketten nach der Kohle. Wenn ausgerechnet solche Hoffnungen platzen, fällt es schwer, den großen Aufbruch zu erkennen. |
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| Auch bei der Infrastruktur wächst die Ungeduld. Der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Cottbus–Görlitz steht aus Finanzierungsgründen zur Disposition. Und welche Kraftwerksstandorte eine Zukunft haben, hängt davon ab, welche Lausitzer Projekte bei den anstehenden Ausschreibungen für neue Gaskraftwerke zum Zug kommen. Für eine Region, deren wirtschaftliche Zukunft eng mit der Energie verbunden bleiben soll, sind das keine Nebensächlichkeiten. |
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| Man könnte daraus eine ziemlich düstere Geschichte machen. Nur wäre sie eben nicht vollständig. |
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| Denn während manche Hoffnungen platzen, entstehen andernorts Tatsachen, die noch vor wenigen Jahren kaum vorstellbar gewesen wären. So führt Cottbus das aktuelle Dynamikranking des Instituts der deutschen Wirtschaft an. Wenige Kilometer weiter entsteht in Lübbenau auf einem ehemaligen Kraftwerksgelände ein Rechenzentrum, in das Schwarz Digits elf Milliarden Euro investiert – die größte öffentlich bekannte Einzelinvestition Deutschlands. |
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| Im Industriepark Lausitz in Schwarzheide investieren internationale Unternehmen dreistellige Millionenbeträge in die Kreislaufwirtschaft und im Lausitzer Seenland soll für bis zu 300 Millionen Euro ein Ferienpark entstehen. Dazu kommen neue Forschungseinrichtungen von Fraunhofer und DLR und eine Medizinische Universität Lausitz, an der nun bereits die ersten Studierenden beginnen. |
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| Und plötzlich wird die Sache kompliziert. Weil sich offensichtlich nach sechs Jahren Strukturstärkung nicht einfach so Bilanz ziehen lässt. |
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| Brandenburgs Arbeitsminister René Wilke beschrieb bei der Lausitzkonferenz in Hoyerswerda zwei Extreme, die ihm in der Region begegneten: Die einen sehen die Zukunft der Lausitz bedroht, die anderen eine krasse und boomende Region. |
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| Vielleicht ist genau das die Herausforderung: auszuhalten, dass beides gleichzeitig stimmen könnte. Dass in Schwarze Pumpe Batterieträume platzen, während in Lübbenau elf Milliarden Euro investiert werden. Dass Infrastrukturprojekte ins Wanken geraten, während neue Forschungs- und Wirtschaftsstandorte entstehen. Dass die Region Rückschläge erlebt und sich dennoch sichtbar verändert. |
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| Die Lausitz muss deshalb weder klagen noch jubeln. Der Strukturwandel ist mitnichten gescheitert. Er ist aber auch noch längst nicht gewonnen. Er geht weiter. |
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| Interessante Studien und Materialien finden Sie im Bereich Downloads auf unserer Website. |
| Netzwerkbüro Bildung in der Lausitz |
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| c/o kobra.net, Kooperation in Brandenburg, gemeinnützige GmbH |
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| Projektleiter Dr. Thomas Prennig |
Redaktion: Nancy Mudrick |
| Tel.: 0355 - 4946 0653 |
Tel.: 0355 - 4945 6888 |
| prennig@bildung-lausitz.de |
mudrick@bildung-lausitz.de |
| Zur Website |
Unter Mitwirkung von: Julia Bischoff und Daniel Werchosch |
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Dieses Vorhaben wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert. |
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